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Seit der mittleren Steinzeit ist das Land an der Etsch, Eisack und Rienz besiedelt. Zahlreiche archäologische Fundstellen mit Funden aus dem 7. bis zum 4 . Jahrtausend v. Chr. bezeugen dies. In der darauf folgenden Jungsteinzeit begann der Mensch die fruchtbaren Mittelgebirgsterrassen entlang der Haupttäler zu besiedeln. In der Bronzezeit und der Eisenzeit wurde die gebiete im mittleren Alpenraum von den Rätern besiedelt. Von 59 v. Chr. bis zur Völkerwanderung gehörten die Gebiete im Land der Dolomiten zum römischen Imperium. Zwischen dem 6 und 9 Jahrhundert wurde das Gebiet von den Bajuwaren besiedelt, die dort teilweise auf die Langobarden und die romanisierten Ureinwohner stießen.

Als Teil des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation erlangte es strategische Bedeutung, weil es mit seinen Pässen, vor allem durch den Brennerpass zu einem wichtigen Alpenübergang wurde und noch heute ist. Große Teile des Landes wurden 1004 und 1027 den Bischöfen von Trient und Brixen übergeben. Nachdem aber deren Landverwalter, die Grafen von Tirol das Land unter ihre Herrschaft gebracht hatten, erhielt das Territorium zusammen mit den Talschaften nördlich des Brenners den Namen Tirol.

Im Jahre 1363 ging die Grafschaft durch Margarethe von Tirol auch Maultasch genannt an die Habsburger über, die das Land fast durchgängig bis 1918 regierten.

Im Jahre 1919, nach dem Ersten Weltkrieg, wurde Südtirol von Italien annektiert, so wie es die Mächte der Entente in London 1915 in einem Geheimvertrag vereinbart hatten, um Italien von der Neutralität an ihre Seite zu ziehen. Der Vertrag von Saint-Germain besiegelte das Schicksal des Landes im Herzen der Alpen. Nach der Machtergreifung durch die Faschisten 1922 setzten von der italienischen Seite her Repressionen gegen das österreichische Kulturgut ein.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die im Friedensvertrag von Paris festgelegte mangelhafte Autonomie für die Provinz Bozen nur teilweise umgesetzt. Hinzu kam, dass eine starke Einwanderungspolitik aus den armen Regionen im Süden Italiens vorangetrieben wurde. Dies führte zu großteils friedlichen, wenn auch vehementen Protesten der deutschsprachigen Südtiroler. Es kam aber auch zu einem teilweise bewaffneten Widerstandskampf. Dafür Verantwortlich zeigten sich die Frauen und Männer des BAS, dem Befreiungsausschuss Südtirol. Die Freiheitskämpfer wurden verhaftet, gefoltert und verurteilt.

Dank der Intervention Österreichs vor UNO erhielt Südtirol eine weitgehende Selbstverwaltung, die Ihren letzten Ausdruck im 2. Autonomiestatut für Südtirol fand.